Wenn es nach dem Willen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen geht, soll die Subventionierung von Solarstrom gekürzt werden. “Es wird eine Anpassung geben, weil wir eine Marktentwicklung haben, die zu einer klaren Überförderung geführt hat”, sagte der Umweltminister in einem Interview.
Röttgen bezeichnet die derzeitige Regelung als “zu starr”. Man müsse flexibel auf die Marktentwicklungen reagieren können. Der Bundesumweltminister will gemeinsam mit Branchenvertretern und Verbraucherschützern nach Lösungen suchen.
Strom wird wieder teurer: Vattenfall und EWE erhöhen die Preise, sodass ab Januar 2010 die Kunden im Schnitt 14 Prozent mehr bezahlen müssen. Grund laut der Anbieter ist die Einspeisung erneuerbarer Energien, höhere Netzentgelte sowie höhere Einkaufspreise.
Die notwendigen Technologien zur Erzeugung alternativer Energien gibt es bereits. Dazu zählen z. B. Solarkraftwerke – etwa in Spanien oder den USA – ebenso wie die Technologie zur verlustarmen Stromübertragung. So baut Siemens derzeit in China eine Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ), die 5000 Megawatt Leistung von Wasserkraftwerken im Landesinneren über 1400 Kilometer zu den Megacitys an der Küste transportiert. 95 Prozent der Energie kommen so am Zielort an, ein Wert, der bei Wechselstrom undenkbar ist.
Prominente Projekte zur umweltfreundlichen Stromerzeugung sind Offshore-Windparks, die auf dem offenen Meer gut doppelt so viel Windernten wie an Land.