Erneuerbare Energien boomen

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Inzwischen ist man weltweit zu der Erkenntnis gelangt, dass nicht nur Rohstoffe begrenzt sind, sondern auch der Schutzschild um unsere Erde – die Atmosphäre. Wenn wir den Klimawandel aufhalten wollen, muss die Emission von Treibhausgasen drastisch vermindert werden. Da aber die Weltbevölkerung weiter wächst, wird auch der Stromverbrauch weiter zunehmen, bis zum Jahr 2030 um mehr als 60 Prozent, schätzen Fachleute.

Das bedeutet, dass künftig aus derselben Menge der klassischen Energieträger Öl, Gas und Kohle mehr Strom produziert werden muss. Lösungen hierfür gibt es zwar, aber noch werden sie zu wenig genutzt. Würde man alle Kraftwerke weltweit mit der besten verfügbaren Technik ausstatten, ließen sich 2,5 Milliarden Tonnen CO² pro Jahr einsparen – das Dreifache der Gesamtemissionen in Deutschland. Doch langfristig muss vor allem der Einsatz erneuerbarer Engergien, wie Wind- und Wasserkraft, Sonnenenergie, Biomasse und Geothermie vorangetrieben werden. Strom, umweltfreundlich erzeugt, ist ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz. Dazu gehört das gesamte Spektrum an Energieträgern und innovativen Technologien. Obwohl nach Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) und von Siemens auch im Jahr 2030 der weltweite Strombedarf zu mehr als 50 Prozent aus fossilen Energieträgern gedeckt werden muss, wird sich die Strommenge aus erneuerbaren Energien bis dahin von 581 auf knapp 5600 Milliarden Kilowattstunden fast verzehnfachen.

Um diese Mammutaufgabe zu stemmen, fordert die Umweltorganisation der UN, die UNEP, in Anlehnung an den ehemaligen US-Präsidenten Franklin D. Rossevelt einen “New Green Deal”. Roosevelt hatte während der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren den “New Deal” initiiert – ein Wirtschaftsprogramm mit massiven öffentlichen Investitionen in die Infrastruktur. Heute soll ein “New Green Deal” Investitionen in eine ökologische Wirtschaft fördern, unter anderem in erneuerbare Energien. Dies diene der Verbesserung unserer Umwelt und eröffne Chancen für mehr soziale Gerechtigkeit und damit für eine Stabilisierung unseres Wirtschafts- und Finanzsystems, so die Experten der UNEP.

Das Potenzial ist da. Allein in den weltweiten Konjunkturprogrammen sind rund 300 Milliarden Euro für Investitionen in grüne Technologien vorgesehen. Strom spielt dabei die wichtigste Rolle. Wolfgang Dehen, bei Siemens verantwortlich für den Energiesektor, sagt: “Elektrischer Strom wird zum allgegenwärtigen Energieträger. Wir stehen an der Schwelle eines neuen Stromzeitalters.” Strom könne umweltfreundlich erzeugt, hocheffizient übertragen und mit geringen Verlusten verbraucht werden.

Außerdem ist Strom der flexibelste Energieträger: Praktisch alle Anwendungen, für die man Energie benötigt, können mit Strom betrieben werden.

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14. November 2009
Posted in Stromanbieter — Anbieterwechsel @ 14:10

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