Anbieter wechseln

Versicherungen, Stromanbieter und viele mehr.

Strom wird immer teurer

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Im nächsten Jahr werden einige Bürger dieses Landes mit Sicherheit an ihr Existenzminimum getrieben. Die großen Stromkonzerne kündigen bereits umfangreiche Erhöhungen des Strompreises an, die für so manchen Geringverdiener oder HartzIV-Empfänger schlicht nicht mehr leistbar sein werden. Dabei empfiehlt das Bundeskartellamt ausdrücklich, den Anbieter zu wechseln, um die Konzerne unter Druck zu setzen.

Dabei sieht es so aus, als habe der Stromanbieter Vattenfall eine wichtige Frist schlicht und einfach verpennt. Vattenfall-Kunden könnten damit zu den Gewinnern  zählen. Das heißt nicht, dass sie komplett von der Strompreiserhöhung verschont bleiben, aber sie werden wohl etwas später zur Kasse gebeten als der Rest. Vattenfall hat mit der Benachrichtigung an seine Kunden nämlich zu lange gewartet. Insgesamt müssen Vattenfall-Kunden mit einer Erhöhung von bis zu 12 Prozent rechnen. In den Verbraucherzentralen gingen Beschwerden ein, dass Vattenfall sich erst am 21.11. mit einem Brief zu Wort gemeldet hat, um die Preiserhöhung anzukündigen. Die gesetzliche Frist zur Ankündigung einer Preiserhöhung muss den Kunden jedoch mindestens 6 Wochen im Voraus zugehen. Da die neuen Preise ab 01.01.2013 gelten sollten, bekamen viele Haushalte den Brief mindestens um einen Tag zu spät. Juristen und Verbraucherschutzzentrale streiten sich inzwischen über die Wirksam- oder Unwirksamkeit der Ankündigung. Früher oder später wird der Konzern jedoch sein Geld eintreiben.

Verbraucher zu faul zum Wechseln

Unterdessen stellt sich heraus, dass nicht viele Verbraucher tatsächlich den Schritt wagen, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Die meisten Verbraucher bleiben ihrem bisherigen Anbieter treu. Umfragen bekräftigen, dass dies einerseits aus Bequemlichkeit geschieht und andererseits aus Angst, etwas falsch zu machen oder plötzlich im Dunkeln sitzen zu müssen. Bisher haben nur 22 Prozent der Verbraucher in den letzten 2 Jahren ihren Stromanbieter gewechselt. Grund ist häufig, dass die potenzielle Einsparmöglichkeit für die Kunden nicht im Verhältnis zum Aufwand stand. Dennoch ein kleiner Tipp: Machen Sie den kostenlosen Strompreisvergleich mit unserem Tarifrechner und setzen Sie Ihren bisherigen Anbieter mit den Angeboten der Konkurrenz unter Druck. Sollte er trotzdem auf höheren Preisen beharren, können Sie immer noch den Anbieter wechseln. Der Wechsel an sich ist nicht weiter schwer. So geht’s:

  • Ermitteln Sie Ihren Jahresverbrauch, am besten anhand der letzten Rechnung.
  • Mit dieser Angabe kann die Suche nach einem neuen Anbieter beginnen. Nutzen Sie dazu den Strompreisrechner.
  • Vorsicht: Der günstigste Anbieter ist nicht automatisch der Beste! Achten Sie darauf, keine Vorkasse leisteun zu müssen. Teldafax-Kunden mussten zuletzt schmerzlich erfahren wohin das führen kann.
  • Achten Sie auch auf die Vertragslaufzeit und darauf, sich nicht zu lange an einen bestimmten Anbieter zu binden.
  • Die Ab- und Anmeldung erfolgt ganz einfach, indem das bereitgestellte PDF-Formular ausgefüllt und abgeschickt wird. Oder drucken Sie es sich aus und gehen damit persönlich zu Ihrem bisherigen Anbieter um ihn unter Druck zu setzen. Der neue Stromanbieter kümmert sich dabei um die Abmeldung vom alten Anbieter.
  • Nach Ablauf der Kündigungsfrist erhalten Sie im Folgenden ganz einfach den Strom von Ihrem neuen Anbieter – ohne davon etwas zu merken. Sobald die Anmeldung beim Netzbetreiber erfolgt ist, dürfen laut Energiewirtschaftsgesetz nur noch drei Wochen verstreichen, bis die Strom- oder Gaslieferung durch den neuen Anbieter beginnt. Starttermin muss nicht der Monatserste sein – jeder Tag ist möglich. Dauert die Umstellung länger als drei Wochen, kann der Kunde Schadenersatz vom Lieferanten oder Netzbetreiber fordern.
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